Vom Du zum Ich

Begegnung und Austausch

Der zentrale Aspekt von Terra Buona ist Begegnung:

Die Landschaft ermöglicht unmittelbare Begegnung mit weitgehend unberührter Natur und mit den Elementarkräften. Die Nähe zu Assisi vermittelt die Begegnung mit Franziskus und darüber hinaus in seinem Spiegel die Begegnung mit der eigenen Göttlichkeit und dem Potential, über die eigene Person hinauszuwachsen.

Im Zusammenleben begegnen wir einander als Menschen, die eine gemeinsame Lebenszeit teilen, die bewegt sind von ähnlichen Lebensfragen, die das Wissen teilen um die derzeitige ökologische und ökonomische Situation der Welt, und gleichzeitig in ganz unterschiedlicher und einzigartiger Weise unterwegs sind und dabei ihre Existenz gestalten.

Begegnung bedeutet „in Kontakt sein“. Im Kontakt wird die Grenze zwischen Ich und Du deutlich, es zeigt sich, wer ich bin im Unterschied zum anderen. Es stellt sich aber gleichzeitig auch die Frage: Wer bin ich denn wirklich? Tatsächlich schleichen sich nämlich an dieser Kontaktgrenze all die Verhaltensstereotypen und Gedankenmuster ein, die wir erlernt haben und legen sich wie Masken über unserer wirkliches Sein, so dass sich letztlich oft nur die Persönlichkeiten begegnen und nur sehr selten Menschen in ihrem authentischen Ausdruck miteinander in Kontakt sind.

Wie kann es gelingen, dass Menschen immer mehr ihr eigenes Selbst entfalten und in einer Weise in Kontakt treten können, dass nahe Begegnung geschehen kann? Eine Möglichkeit, die wir auf Terra Buona praktizieren ist das, was wir „Sharing“ nennen: sich in einer Art und Weise auszutauschen, in der das persönliche Erleben im Moment der Begegnung im Vordergrund steht und nicht die Geschichten, die wir gewohnheitsmäßig über uns erzählen und die eher von dem ablenken, was wir augenblicklich erleben. In dieser Form der Kommunikation stellen wir uns gegenseitig als Spiegel zur Verfügung und erlauben, dass die Automatismen und Beziehungsmuster, die einer nahen Begegnung im Wege stehen, sichtbar und benannt werden dürfen. Deren Erkennen ist der erste Schritt. Sie loszulassen und zu transformieren ist weitere innere Arbeit, die zu tun ist, damit Beziehungen gelingen und zu mehr Lebensfreude beitragen.

Menschen, die bereit und willig sind, sich auf innere Arbeit einzulassen, bieten wir therapeutische Begleitung an. Unser Hintergrund ist unser gestalttherapeutischer Blick auf Veränderungsprozesse: Im gegenwärtigen Moment (Hier und Jetzt) mit dem zu sein, was mich bewegt und bereit sein, die Grenzen der persönlichen Komfortzone zu erfahren und zu überschreiten, ermöglicht den Übergang aus altem Lebensschmerz zu neuen Erfahrungswelten.

Es gibt feste Zeiten im Tagesablauf, zu denen wir uns treffen, voneinander hören und uns gegenseitig achtsam darin unterstützen, klarer zu sehen, wer wir sind.

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